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Organspende in der Schweiz weiter rückläufig

Mit 10.7 Organspendern pro Million Einwohner belegte die Schweiz 2006 den zweitletzten Platz in Europa.

Im Jahr 2006 ging die Zahl der verstorbenen Organspender in der Schweiz erneut zurück, von 90 im 2005 auf 80 im letzten Jahr. Trotz einer erfreulichen Zunahme der Lebend-Organspende, hat sich die Schere zwischen der Anzahl Menschen, die auf ein neues Organ hoffen und dem Angebot an Organen weiter geöffnet. Da eine Lebendspende nur für die Niere oder einen Teil der Leber möglich ist, müssen insbesondere Menschen, die nicht von einer Lebendspende profitieren können, zB Empfänger für Herz oder Lungen noch länger auf ein Organ warten. Dank der guten medizinischen Betreuung in unsern Kliniken sind 2006 nicht mehr Patienten während der Wartezeit verstorben (38) als im Vorjahr, dies sind jedoch immer noch 38 Verstorbene zuviel.

Es ist zu hoffen, dass das neue Transplantationsgesetz, welches am1.7.07 in Kraft getreten ist, hilft, die Informationslücken zum Thema Organspende und Transplantation in der Schweiz zu schliessen. Zudem werden mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes die Kantone verpflichtet, in allen Spitälern mit Intensivstationen sogenannte „Key donor professionals“ anzustellen. Diese speziell ausgebildeten Ärzte und Pflegenden haben die Aufgabe, mögliche Organspender zuerkennen, die notwendigen Abklärungen und Gespräche durchzuführen und die notwendigen Massnahmen zu veranlassen, entsprechend den geltenden gesetzlichen Regeln und international anerkannten Standards.

Im Interesse aller Patienten auf der Warteliste für ein Organ, und dies könnte jeden einzelnen von uns betreffen, hofft Swisstransplant, dass mit dem neuen gesetzlichen Rahmen, die Zusammenarbeit aller Betroffenen weiter verbessert wird und damit die Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod in der Schweiz ansteigt.

Dr. med. Conrad E.Müller

Direktor Swisstransplant