Allokation
- Ein Organ bekommen
- Was erfahre ich ĂĽber den Spender und ĂĽber das gespendete Organ?
- Muss ich länger auf ein passendes Organ warten, wenn ich eine seltene Blutgruppe habe?
- Wie lange muss ich warten, bis ich ein Organ bekomme?
- Verursachen immunsuppressive Medikamente Nebenwirkungen?
- Wie verläuft eine Organspende?
Falls ein Patient trotz intensiver BemĂĽhungen der Ă„rzte und des Pflegepersonals stirbt und die Gehirnfunktionen erloschen sind, stellen Ă„rzte, unabhängig vom Transplan­ta­tionsteam, den Tod fest, bestätigen ihn und teilen ihn der Familie mit. Die Möglichkeit einer Organspende wird geprĂĽft. Das Ă„rzteteam stellt den Wunsch des Verstorbenen anhand des Spenderausweises oder durch Nach­frage bei den Hinterbliebenen fest. In jedem Fall wird die Familie ĂĽber die Organspende informiert.
Liegt die Einwilligung vor, informiert das Krankenhaus, in dem sich der Spender befindet, die nationale Koordinationsstelle von Swisstransplant. Diese bietet die zur Transplantation geeigneten Organe den Transplantationszentren an, nach von den medizinischen Arbeitsgruppen ausgearbeiteten Verteilungsregeln.
Gleichzeitig werden Blutproben in einem Speziallabor untersucht, um die Gewebeverträglichkeit zwischen Spender und Empfänger zu bestimmen.
Die Organentnahme wird von Chirurgen wie eine ganz normale Operation durchgeführt. Die entnommenen Organe können einige Stunden lang in einer Speziallösung bei 4°C aufbewahrt werden bis die Transplantation erfolgt (Niere 24-48 Std., Herz/Lunge 4-6 Std., Leber 6 Std.).
Der inzwischen benachrichtigte Empfänger begibt sich ins Krankenhaus, in dem die Transplantation stattfinden soll, falls er nicht bereits hospitalisiert ist, und wird dort vom Anästhesieteam auf den Eingriff vorbereitet.
Die Transplantation kann beginnen, sobald das Spenderorgan eingetroffen ist. Sie dauert mehrere Stunden. Danach folgt ein Krankenhausaufenthalt unterschiedlicher Dauer und eine Behandlung gegen die Abstossung des Fremdorganes wird eingeleitet.
Der Empfänger kann ein neues Leben beginnen. Dies verdankt er einem umfassenden Aufwand an Technik und Organisation, jedoch in erster Linie der Organspende eines verstorbenen Menschen.

