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ORGANE

Das Herz

Anatomie, Physiologie

Das Herz ist ein faustgrosses, muskulöses Pumporgan, welches sich rhythmisch zusammenzieht, das Blut in den ganzen Körper pumpt und damit die Durchblutung und Versorgung des ganzen Körpers mit Sauerstoff sicherstellt. Sauerstoffarmes Blut kommt vom Körperkreislauf zum rechten Teil des Herzens und fliesst dann durch den Lungenkreislauf, wo das Blut mit Sauerstoff gesättigt wird. Anschliessend fliesst das sauerstoffreiche Blut zum linken Teil des Herzens, von wo aus es durch die Hauptschlagader (Aorta) in den Körperkreislauf gepumpt wird und alle Körperregionen mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Der Herzrhythmus kommt durch elektrische Impulse zustande. Über das Reizleitungssystem wird der Impuls im ganzen Herzen verteilt und der Herzmuskel zieht sich zusammen.

Transplantation

Fortschreitendes Herzversagen, angeborene Herzfehler oder auch Virusinfektionen können zu chronischer Herzinsuffizienz führen und den Herzmuskel schwächen. Dadurch verliert das Herz seine Pumpkraft. Für Patienten, denen mit medikamentösen oder operativen Behandlungen nicht geholfen werden kann, ist die Transplantation die letzte Therapiemöglichkeit.

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Herztransplantation


Die Leber

Anatomie, Physiologie

Die Leber ist das zentrale Organ des gesamten Stoffwechsels und wiegt ca. 1,5 - 2 kg. Sie befindet sich im rechten Oberbauch und ist in zwei Hauptlappen und mehrere Segmente unterteilt. Die wichtigsten Aufgaben der Leber sind die Produktion von Eiweissen, die Verwertung von Nahrungsbestandteilen und die Gallenproduktion (Abbau und Ausscheidung der Stoffwechselprodukte, Medikamente und Giftstoffe). Weiter ist die Leber für die Produktion der Gerinnungsfaktoren zuständig, d.h. nur bei einer gesunden Leber kann auch die Blutgerinnung funktionieren.

Die Leber ist sehr gut durchblutet und wächst innerhalb kurzer Zeit wieder auf die Normalgrösse an. Deshalb kann die Leber auch geteilt transplantiert werden und bis ins hohe Alter entnommen und transplantiert werden.

Transplantation

Folgende Erkrankungen können zum schlechten Funktionieren der Leber führen: Hepatitis B und C, Leberzirrhose, angeborene Lebererkrankungen, Autoimmunkrankheiten, Lebertumore, Vergiftungen durch Medikamente oder Pilze und Alkoholabusus. Diese Krankheiten können die Leber in einem Ausmass schädigen, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist. Die Transplantation ist dann nötig.

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Lebertransplantation


Die Lungen

Anatomie, Physiologie

Die Lungen mit den beiden Lungenflügeln ist für die Aufnahme des lebenswichtigen Sauerstoffs und die Ausscheidung des Kohlendioxids zuständig. Durch die Luftröhre gelangt die Atemluft in die Bronchien, welche sich in immer kleinere Bronchien verzweigen, die in den sogenannten Lungenbläschen enden. Dieses Gefüge nennt man auch Bronchialbaum. Die Lungenbläschen sind von feinen Blutgefässen umschlossen und über deren hauchdünne Membran wird der Sauerstoff aufgenommen und das Kohlendioxid wieder abgegeben.

Transplantation

Folgende Krankheiten können eine Lungentransplantation nötig machen: Mukoviszidose (zystische Fibrose), Lungenemphysem, pulmonale Hypertonie und auch seltenere Erkrankungen wie Asbestose (nach Asbestexposition), Sarcoidosis oder Inhalations-Vergiftungen. Die Patienten, welche eine Lungentransplantation als rettende Therapie benötigen, sind nicht mehr in der Lage, die Aktivitäten des täglichen Lebens zu meistern und brauchen eine Sauerstofftherapie.

Die Lungenflügel können einzeln transplantiert werden. Häufiger werden jedoch beide Lungenflügel zusammen transplantiert. Bei gewissen Krankheiten werden auch die Lungen mit dem Herz zusammen transplantiert.

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Lungentransplantation


Die Nieren

Anatomie, Physiologie

Die Funktion der Nieren wird vor allem durch Hormone gesteuert. Sie scheiden Endprodukte des Stoffwechsels und Giftstoffe aus dem Körper durch den Urin aus. Weiter bilanzieren sie den Wasserhaushalt, womit sie auch die Blutdruckeinstellung und den Säure-Basen-Haushalt regulieren. Die Nieren produzieren zudem Hormone für die Blutbildung.

Transplantation

Die Nierenfunktion kann mit der sogenannten Dialyse (Blutwäsche) überbrückt werden. Eine Nieren-Transplantation wird dennoch in vielen Fällen angestrebt, da sie gegenüber der Abhängigkeit, welche die dreimal wöchentliche Dialyse mit sich bringt, eine Verbesserung der Lebensqualität bedeutet. Transplantiert wird entweder die rechte oder die linke Niere des Spenders, wobei die kranken Nieren häufig im Körper belassen werden.

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Nierentransplantation



Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Anatomie, Physiologie

Die Bauchspeicheldrüse liegt quer im Mittelbauch zwischen Milz und Leber und mündet in den Dünndarm. Die Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungssäfte, die an den Dünndarm abgegeben werden. In der Bauchspeicheldrüse sind auch die sogenannten Langerhans‘schen Inselzellen, welche Hormone (Insulin, Glucagon) produzieren und somit den Zuckerhaushalt im Körper regulieren.

Transplantation

Die Bauchspeicheldrüse kann einerseits als ganzes Organ transplantiert werden, andererseits können Inselzellen isoliert transplantiert werden. Durch die Transplantation kann die Insulinzufuhr reduziert oder eingestellt werden und die hormonellen Funktionen des Körpers werden wieder selbständig reguliert.

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Pankreastransplantation



Der Dünndarm

Anatomie, Physiologie

Nach dem Magen gelangt die Nahrung in den vier bis fünf Meter langen Dünndarm und danach in den 1.5 Meter langen Dickdarm. Der Dünndarm spielt bei der Verdauung und der Aufnahme von Nähr-


stoffen eine entscheidende Rolle. Die von der Leber und der Bauchspeicheldrüse produzierten Verdauungssäfte werden dem Nahrungsbrei zugeführt und die Magensäure neutralisiert. Dadurch werden die Nahrungsbestandteile zerlegt, so dass Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Vitamine, Salze und Spurenelemente an das Blut abgegeben werden können. Zu diesem Zweck ist die Oberfläche des Dünndarms durch Falten auf rund 100 Quadratmeter vergrössert. Transplantation

Bei seltenen, angeborenen Erkrankungen oder nach grossen Operationen bei denen viel Dünndarm herausoperiert werden musste, kann es zum sogenannten Kurzdarmsyndrom mit ungenügender Nährstoffaufnahme führen. In diesen Fällen kann eine Dünndarmtransplantation sinnvoll sein. Die Immunreaktion des Dünndarms ist besonders heftig, deshalb war die Überlebenszeit nach Transplantation kurz. Seit Beginn der 1990 er Jahre mit neu eingeführten Medikamenten kam es zu einer deutlichen Verbesserung der Überlebensraten. In den Jahren 1998 - 2008 wurden lediglich sechs Dünndarmtransplantationen durchgeführt.

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Dünndarmtransplantation



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