Share Mail Print

Die fünf Organspende-Netzwerke der Schweiz

Die Schweiz ist in fünf Organspende-Netzwerke aufgeteilt. Die Netzwerke stellen zusammen mit den ihnen angegliederten Spitälern die Aufgaben und Prozesse der Organspende von der Detektion bis zur Entnahme und Weitergabe (Transport) der Organe sicher. Sie handeln nach den bundesgesetzlichen und kantonalen Vorgaben. Die Netzwerke sind autonom organisiert und passen ihre Arbeit an regionale Spezifitäten an. Bezüglich der Strukturen folgen die Netzwerke den eigenen spitalinternen Vorgaben. In Bezug auf gesamtschweizerische Strukturen und Prozesse (z. B. minimale Standards) stellen die Netzwerkleitenden die Umsetzung der gemeinsamen Entscheidungen und beschlossenen Massnahmen im eigenen Netzwerk (inkl. angegliederter Spitäler) sicher.

Welche Organspende-Netzwerke gibt es?

Netzwerkleitung

Die Netzwerkleiterinnen und -leiter (fachlich und organisatorisch) leiten die Netzwerke und koordinieren alle Prozesse in der Organspende auf lokaler Ebene. Die Netzwerkleitenden sorgen für eine sinnvolle Aufteilung der Aufgaben zwischen Zentrumsspital und peripheren Spitälern. Sie verantworten auch die optimale Nutzung der Ressourcen.

Netzwerkkoordination

Die Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren unterstützen die Netzwerkleitenden in der operativen Umsetzung. Sie sind erster Ansprechpartner der lokalen Koordination bei Fragen und Anliegen. Zudem unterstützen sie die lokale Koordination bei der Umsetzung der Aufgaben. 

Lokale Koordination

Aufgabe der lokalen Koordination an einem Spital mit Intensivpflegestation und ohne Transplantationszentrum ist es, alle Prozesse im Bereich Spendererkennung, Spender- und Angehörigenbetreuung sowie Spendermanagement sicherzustellen.

Aufgaben der Organspende-Netzwerke

In der Schweiz bieten die fünf Organspende-Netzwerke den Spitälern auf lokaler Ebene Unterstützung. Die Aufgaben im Zusammenhang mit der Organspende beinhalten konkret:

  • potenzielle Spenderinnen und Spender erkennen
  • Familien und Angehörige betreuen
  • 24-Stunden-Hotline bedienen
  • Leistungserfassung, Datenüberprüfung, Durchführung von Qualitätskontrollen
  • Aus- und Weiterbildung des Fachpersonals
  • Aufgabenaufteilung zwischen Zentrumsspital und peripheren Spitälern
  • Ressourcen optimal nutzen