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Rechtliche Grundlagen

Seit 2007 werden Organspende und Transplantationen durch das Bundesgesetz über die Transplantation von Organen, Geweben und Zellen, kurz: Transplantationsgesetz geregelt. Zuvor hatte es nur kantonale Regelungen gegeben.

Es legt fest, unter welchen Voraussetzungen Organe, Gewebe oder Zellen zu Transplantationszwecken verwendet werden dürfen und soll dazu beitragen, dass menschliche Organe, Gewebe oder Zellen für Transplantationszwecke zur Verfügung stehen. Das Bundesgesetz verhindert Missbräuche im Umgang mit Organen und schützt die an einer Transplantation beteiligten Spender und Empfänger. Es wird flankiert durch drei Verordnungen:

  • Die Transplantationsverordnung regelt den Umgang mit menschlichen Organen, Geweben und Zellen wie die Entnahme bei verstorbenen und bei lebenden Personen. Auch die Organisations- und Koordinationsaufgaben der Kantone und die Aufgaben im Zusammenhang mit der Führung des Stammzellenregisters sind in dieser Verordnung festgehalten
  • Die Organzuteilungsverordnung enthält Bestimmungen betreffend der Aufnahme von Patienten auf die Warteliste und allgemeine und organspezifische Bestimmungen der Zuteilungskriterien und -prioritäten.
  • Die Organzuteilungsverordnung EDI (Eidg. Departement des Innern) beschreibt schliesslich die Zuteilungskriterien für die einzelnen Organe im Detail.

2013 hat der Bundesrat den Aktionsplan «Mehr Organe für Transplantationen» lanciert. Das Ziel des Aktionsplans ist eine Spenderate von 20 postmortalen Spendern pro Million Einwohner (heute 14,4). Weiter sollen mindestens 500 Organe von postmortalen Spendern transplantiert werden.
 
Anfang 2014 wurde der Bericht des Bundesrats von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren genehmigt (siehe Medienmitteilung BAG und GDK vom 20.02.2014).