Der Dünndarm

Nach dem Magen gelangt die Nahrung in den vier bis fünf Meter langen Dünndarm und danach in den 1,5 Meter langen Dickdarm. Der Dünndarm spielt bei der Verdauung und der Aufnahme von Nährstoffen eine entscheidende Rolle. Die von der Leber und der Bauchspeicheldrüse produzierten Verdauungssäfte werden dem Nahrungsbrei zugeführt und die Magensäure neutralisiert. Dadurch werden die Nahrungsbestandteile zerlegt, so dass Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Vitamine, Salze und Spurenelemente ins Blut aufgenommen werden können. Zu diesem Zweck besteht die Oberfläche des Dünndarms aus einer Vielzahl von Falten und Zotten und entspricht einer Gesamtfläche von rund 200 Quadratmetern.

Krankheitsbilder, die zu einer Transplantation führen können

Bei seltenen angeborenen Erkrankungen oder nach grossen Operationen, bei denen grosse Teile des Dünndarms entfernt werden musste, kann es zum sogenannten Kurzdarmsyndrom mit ungenügender Nährstoffaufnahme kommen. In diesen Fällen kann eine Dünndarmtransplantation sinnvoll sein. Die Immunreaktion nach der Transplantation eines Dünndarms ist stark  Früher war die Überlebenszeit des transplantierten Dünndarms kurz. Seit den neunziger Jahren gibt es medikamentöse Therapien, die zu einer deutlichen Verbesserung der Überlebenszeit geführt hat. Dünndarmtransplantationen werden in der Schweiz sehr selten durchgeführt.