Die Augenhornhaut (medizinisch: Cornea)

Die Augenhornhaut  ist das Sichtfenster des Auges. Sie ist der glasklare, von Tränenflüssigkeit benetzte, vordere Teil der äusseren Augenhaut und besteht aus mehreren Schichten. Das Licht wird durch die Cornea und die Linse hindurch auf die Sinneszellen der Netzhaut geführt, welche die Lichtreize durch den Sehnerv ins Gehirn weiterleiten.

Krankheitsbilder, die zu einer Transplantation führen können

Krankhafte Trübungen der Hornhaut können angeboren sein oder nach Verletzungen, Infektionen oder Geschwüren auftreten. Auch erbliche Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen können zu zunehmender Trübung der Cornea führen.

Wenn eine Hornhaut dauerhaft undurchsichtig geworden ist, hilft meistens nur noch eine Transplantation.

In der Schweiz werden jährlich rund 650 Operationen vorgenommen, weltweit werden über 100 000 Corneatransplantationen geschätzt. Die Transplantation von Hornhaut ist damit die häufigste Transplantation von Gewebe überhaupt.  

Ob sich eine Hornhaut zur Transplantation eignet, hängt grösstenteils von der Zelldichte auf ihrer Innenseite ab. Ist diese nicht hoch genug, kann die entnommene Cornea nicht zur Transplantation verwendet werden. Deshalb ist der Bedarf an Hornhäuten von verstorbenen Spendern wesentlich höher als die Anzahl der tatsächlich durchgeführten Transplantationen.