Die Haut

Die Haut hat als äussere natürliche Hülle des Körpers in erster Linie eine Schutzfunktion: sie bewahrt vor Infektionen und Austrocknung und schützt den Körper vor Sonnenstrahlen, Hitze und Kälte. Die Schweissdrüsen spielen eine grosse Rolle beim Wärme- und Wasserhaushalt des Körpers. Die Haut hat eine grosse Selbstheilungskraft und eine gute Immunabwehr gegen Krankheitserreger.

Krankheitsbilder, die zu einer Transplantation führen können

Bei grossflächigen Verletzungen wie Verbrennungen oder Verätzungen sind diese Schutzmechanismen jedoch überfordert. Auch eine schlechte Durchblutung kann die Selbstheilung von Hautwunden verhindern. Dies führt zu chronischen Geschwüren (Ulzera) - ein Beispiel sind offene Beine bei Diabetes.

In diesen Fällen kommen Hauttransplantate zum Einsatz. Bei kleineren Wunden wird körpereigene Haut vom Patienten transplantiert, bei grossen Wunden wird Spenderhaut übertragen. Da diese ohne medikamentöse Behandlung abgestossen wird, kommt sie nur als kurzzeitige Abdeckung für zwei bis drei Wochen zum Einsatz.

Während dieser Zeit können dem Patienten zusätzlich gesunde Hautzellen entnommen und in einer Nährlösung vermehrt werden. Diese gezüchteten eigenen Hautzellen werden anschliessend wieder auf die Wunde verbracht und werden im Gegensatz zur Spenderhaut nicht abgestossen.

Das Tissue Engineering von Haut ist weltweit ein wichtiges Forschungsgebiet und gezüchtete Haut wird für die Behandlung kleinerer Wunden bereits regelmässig in der Klinik eingesetzt.