Die Herzklappen

Die vier Herzklappen sind die Ventile des Herzens, die während des Pumpvorgangs einen Rückfluss von Blut in die falsche Richtung verhindern. Bei der Transplantation von Herzklappen unterscheidet man zwischen mechanischen (künstlichen) und biologischen Klappen. Biologische Klappen werden nach ihrer Herkunft als Xenograft (Gewebe vom Rind, Schwein oder Pferd) oder als Homograft (menschliches Gewebe) bezeichnet. Menschliche Klappen halten bis zu 20 Jahre, tierische etwas weniger lang. Künstliche Klappen wiederum bleiben im Vergleich zu biologischen Klappen länger funktionstüchtig. Jedoch müssen die Patienten lebenslang gerinnungshemmende Medikamente einnehmen.

Menschliche Herzklappen stammen meistens von verstorbenen Gewebe- und Organspendern, in seltenen Fällen auch von Lebendspendern, denen ein neues Herz transplantiert wird.

Für die Herzklappenspende gilt eine Alterslimite von 65 Jahren.

Krankheitsbilder, die zu einer Transplantation führen können

Schäden an Herzklappen können bei Verkalkungen, Herzinfarkten oder Infektionen entstehen. Selten werden Kinder bereits mit Herz- oder Herzklappenfehlern geboren.

In der Schweiz werden jährlich 20 bis 40 Homograft-Transplantationen durchgeführt. Über die Anzahl Operationen mit künstlichen und tierischen Herzklappen werden  keine gesamtschweizerischen Zahlen erhoben. Da die Schweiz über keine eigene Gewebebank für Herzklappen verfügt, werden die benötigten Transplantate aus dem Ausland eingeführt.