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Wer kann spenden?

Eine Organspende ist nur dann möglich, wenn der Tod des Spenders zweifelsfrei festgestellt worden ist. Zudem muss die Einwilligung zur Organspende vorhanden sein. Liegt keine dokumentierte Zustimmung oder Ablehnung der verstorbenen Person vor (z.B: in Form einer Spendekarte, eines Eintrages ins Nationale Organspenderegister oder einer Patientenverfügung), werden die nächsten Angehörigen gefragt, ob sie deren Willen kennen. Falls nicht, müssen sie entscheiden und dabei den mutmasslichen Willen der verstorbenen Person berücksichtigen. Sind keine Angehörigen vorhanden, oder erreichbar, ist es verboten, Organe, Gewebe und Zellen zu entnehmen. Der Wille der verstorbenen Person geht dem Willen der Angehörigen vor. Hat die verstorbene Person die Entscheidung einer Vertrauensperson übertragen, so entscheidet diese anstelle der nächsten Angehörigen.

Prinzipiell können alle Personen Organe spenden, ausser sie leiden an einer aktiven Krebserkrankung, einer Prionenerkrankung (z.B. Creuzfeldt-Jakob) oder einer nichtbehandelbaren Sepsis (Blutvergiftung). Entscheidend sind der Gesundheitszustand und die Funktionsfähigkeit der einzelnen Organe. Es gibt keine obere Altersgrenze für Organspender. Der Gesundheitszustand des Spenders entscheidet darüber, ob eine Organspende möglich ist. Vor der Entnahme werden in jedem Fall die Funktionsfähigkeit und Eignung der Organe für eine Transplantation genauestens untersucht

Auch bei einem Kind ist eine Organspende möglich. Organe von Kindern werden primär auch Kindern zugeteilt. Lediglich bei Neugeborenen bis zu 28 Tagen wird aus ethischen und medizinischen Überlegungen auf die Frage einer Organspende verzichtet. Jede Person ab 16 Jahren kann sich ins Nationale Organspenderegister eintragen oder eine Spendekarte ausfüllen. Kommt eine Spende bei einem Kind infrage, dann entscheiden deren gesetzliche Vertreter.

Es gibt drei Formen von Organspendern: hirntote und herztote Spender sowie Lebendspender. 2017 gab es in der Schweiz 106 Spender nach Hirntod und 39 Spender nach Herzkreislaufstillstand im Hirntod sowie 137 Lebendspender (siehe Jahresbericht 2017).