Swisstransplant, Organspende, Spitalkampagne, Ich bin seit tot, Betroffene

Mathias Z., Jahrgang 1953. Der pensionierte Personalmanager aus dem Kanton Zürich hat 1992 eine Leber transplantiert bekommen.

«Vor 23 Jahren, als ich im Universitätspital Zürich USZ infolge einer kongenitalen Leberfibrose transplantiert wurde, waren unsere beiden Töchter noch in der Spielgruppe und im Kindergarten. Und nun sind meine Frau und ich bereits zweifache Grosseltern. Das ist viel mehr, als ich von diesem zweiten, geschenkten Leben erwarten durfte. Diese Dankbarkeit  für die zusätzlich geschenkte Lebenszeit mit all ihren Höhen und Tiefen, Kontrasten und Polaritäten, erlebe ich am intensivsten bei meinen langen Trainings-Läufen. Und vor allem auch bei dem Zusammensein mit unseren Enkeln.

Das hält mich jung, macht mich lebensfroh. Und zu meinem 20-jährigen Transplantationsjubiläum konnte ich sogar noch eine lang gehegte Sehnsucht stillen. Nach unzähligen gelaufenen Halbmarathons konnte ich mich an die läuferische Königsdisziplin heran wagen und einen Marathon laufen. Ich bin diesen Marathon im Andenken an meine/n Spender/in und alle Mitmenschen, welche mich vor 23 Jahren in meiner grössten Lebenskrise unterstützt haben, gelaufen.

Auch heute noch habe ich viele ‹Lebensprojekte›, die ich gerne realisieren möchte, sofern mir der Schöpfer noch etwas Zeit schenkt. Wie heisst es doch so schön: ‹Fürchte nicht den Tod, sondern das unerfüllte Leben!›»

Quelle: Swisstransplant