Claudia Tibbutt (Jahrgang 1979) ist seit 1999 nierentransplantiert.

Claudia Tibutt, Spitalkampagne, 2015, Swisstransplant, Organspende

Im April 1998, im Alter von 18 Jahren, erkrankte Claudia an einer Meningokokkensepsis. Bei der Meningokokkensepsis handelt es sich um die schwer verlaufende Komplikation einer Hirnhautentzündung. Bis dahin war Claudia kerngesund und spielte in der Nationalliga A Badminton. Nach zehn Tagen im künstlichen Koma verlor sie aufgrund des Waterhouse-Friderichsen-Syndroms ihre Fingerspitzen und ihre Nieren waren irreversible geschädigt. Ein Jahr später erhielt Claudia eine Niere ihres Vaters.

Dem Badminton und dem Sport allgemein ist sie treu geblieben. Auch heute lässt es sich Claudia nicht nehmen im Winter Ski und Snowboard zu fahren. Ihre Leidenschaft gilt dem Reisen, dem Lesen und dem guten Essen, welches sie auch gerne selber zubereitet. Sie geniesst die Zeit mit ihren Freunden und mit der Familie.
Claudia lebt mit ihrem Mann, der ebenfalls nierentransplantiert ist in Cambridge, England, ist wieder 100% arbeitsfähig und erwartet im Dezember ihr erstes Kind.

Dank der Organspende kann Claudia ein „normales“ Leben führen. Ihr wurde ein Leben geschenkt und bis heute engagiert sie sich, damit auch alle in ihrer Umgebung sich mit dem Thema beschäftigen. Sie weiss, dass Gesundheit ein kostbares Gut ist, das nicht selbstverständlich ist. Sich mit dem Tod auseinandersetzten ist nichts Schönes, dennoch kann man dadurch Leben retten. Ihr Wunsch ist es, dass sich mehr Menschen für die Organspende einsetzen und sich frühzeitig entscheiden. Denn noch immer erhalten viele Menschen nicht rechtzeitig dieses Geschenk, das doch so wertvoll wäre.