Sandra Strebel (34) aus Bünzen (AG)

Ich bin seit 2005 nierentransplantiert.

Mit 7 Jahren erkrankte ich an einem sehr seltenen und aggressiven Krebs. Nach einer Operation wurde eine Chemotherapie verordnet, die ihre Wirkung jedoch verfehlte. Nach rund 8 Monaten erlitt ich einen Rückfall, was eine erneute Operation mit anschliessender höchstdosierten Chemotherapie erforderte. Diese Chemo hat dann unter anderem meine Nieren angegriffen, nur eine Transplantation konnte mich noch retten.

Ich war bereits sportlich unterwegs …

… an allen World Transplant Games sowie den European Transplant & Dialysis Games seit 2011 und zweimal an den Deutschen Meisterschaften. Ich habe bereits 1 Goldmedaille, 7 Silbermedaillen und 8 Bronzemedaillen geholt im Badminton und Ballweitwurf und in verschiedenen Skidisziplinen. Dazu kommen noch weitere Platzierungen in verschiedenen Disziplinen und diverse Medaillen an den Deutschen Meisterschaften.

An den World Transplant Games erwarten mich …

… Emotionen und Hühnerhaut pur! Ich kann für eine Woche in meine Welt abtauchen. Eine Welt, wo ich mich geborgen, bestens aufgehoben und vor allem verstanden fühle. Nebst dem sportlichen Programm, wo ich auf eine tolle Leistung von mir hoffe, kann ich alte Kontakte auffrischen und neue knüpfen. Während den Eröffnungszeremonien und an den meisten Wettkampfplätzen bekomme ich jeweils das Gefühl, als wäre ich eine Spitzenathletin an den Olympischen Spielen.

Freude im Leben machen mir …

… seit eh und je meine Familie und meine Freundinnen. Mit ihnen gehe ich gerne aus oder unternehme einen Ausflug oder Konzertbesuch. Und der Sport- Seitdem ich wieder Sport treiben kann, geht es stetig aufwärts. Dadurch bin ich auf die World Transplant Games gestossen. Sogleich war ich mit diesem Virus infiziert und tue beinahe alles dafür, dass ich jedes Jahr an die World Transplant Games gehen kann. Ich «opfere» meine Ferien dafür und WTG mit Reisen, einer weiteren Leidenschaft von mir. Ich hoffe, nächstes Jahr einen langjährigen Traum einer Kanadareise verwirklichen zu können.

Zur Organspende sollte sich jedermann Gedanken machen, weil…

… die Diagnose Transplantation aber auch «potentieller Organspender» jedermann urplötzlich treffen kann. Hat man sich vorher noch nie mit diesem Thema auseinandergesetzt, ist man rasch überfordert und häufig drängt die Zeit. Diese benötigt man aber, um eine für sich zufriedenstellende Entscheidung zu treffen. In emotionsgeladenen Situationen kann man kaum klar denken. Deshalb ist es wichtig, sich jetzt schon Gedanken zu machen und eine Entscheidung für sich zu treffen. Diese Entscheidung sollte man unbedingt den Angehörigen kommunizieren. So erspart man viel Leid und Stress, wenn es dann darauf ankommt.