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News

  • 02.11.2020

    Mit der «erweiterten Widerspruchlösung» soll in der Schweiz die Bereitschaft zur Organspende gesteigert werden. Widerspruchslösung heisst: Man gilt grundsätzlich als spendebereit – ausser, man sagt ausdrücklich Nein. Für den Systemwechsel braucht es eine Änderung des Transplantationsgesetzes. In der Schweiz dürfen einer verstorbenen Person nur dann Organe, Gewebe oder Zellen entnommen werden, wenn das Einverständnis dazu gegeben wurde (Zustimmungslösung). Die Volksinitiative «Organspende fördern – Leben retten» will dies ändern und die «Widerspruchslösung» einführen, wonach Schweigen als Zustimmung gewertet wird. Der Bundesrat unterstützt den Systemwechsel. Ist er auch ethisch vertretbar?

    In der Radiosendung «Kontext» von SRF2 diskutierten: PD Dr. med. Franz Immer (Medical Director - CEO Swisstransplant), Nikola Biller-Andorno (Bioethikerin) und Dr. med. Mathias Nebiker (Präsident CNDO und Netzwerkleiter Organspende Netzwerk Schweiz-Mitte).

    Link zur Sendung

  • 28.10.2020

    Besteht für Patienten nach einer Organtransplantation ein erhöhtes Risiko, an COVID-19 zu erkranken oder schwere Komplikationen zu erleiden? Erkenntnisse dazu sind bisher noch limitiert, doch es gibt immer mehr Beobachtungen, dass organtransplantierte Menschen, die sonst gesund und nicht im fortgeschrittenen Alter sind kein erhöhtes Risiko aufweisen im Vergleich zur Standardbevölkerung. In der Literatur findet man ausserdem Hinweise, die nahelegen, dass die Immunsuppression nach Organtransplantation eventuell sogar vorteilhaft ist in Bezug auf den Krankheitsverlauf bei COVID-19.

    Den vollständigen Artikel von Prof. Dr. med. Christian Benden (Medical Advisor Swisstransplant) und PD Dr. med. Franz Immer (Medical Director und CEO Swisstransplant) finden Sie hier.

    Quellenverweis

    Weitere Informationen zum Coronavirus für Fachpersonen

  • 08.10.2020

    Im 3. Quartal 2020 gab es in der Schweiz ein Viertel mehr spendende verstorbene Personen als im 2. Quartal 2020: Trotz der anhaltenden COVID-19-Pandemie haben 44 verstorbene Personen ihre Organe gespendet, davon 16 im Hirntod nach Herz-Kreislaufstillstand (36%). Die Anzahl in der Schweiz transplantierten Organe von spendenden verstorbenen Personen (132) ist im 3. Quartal erneut angestiegen (+17% im Vergleich zum 2. Quartal 2020). Über die letzten 12 Monate gerechnet ist die Zahl der transplantierten Organe jedoch immer noch unter den Werten der Vorjahre. Im Vergleich zum 2. Quartal, das durch den Höhepunkt der COVID-19-Pandemie im Frühjahr geprägt war, wurden im 3. Quartal 2020 deutlich weniger Organe importiert und deutlich mehr Organe exportiert. Am Ende des 3. Quartals 2020 warteten insgesamt 1425 Patientinnen und Patienten auf mindestens ein Organ. Das sind 17 Patientinnen und Patienten mehr als am Ende des 2. Quartals 2020.

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