Breadcrumb Navigation
Share Mail Print

Swisstransplant an vorderster Front im Kampf gegen Organhandel

An der 15. Sitzung des „European Committee on Organ, Tissues and Cell Transplantation (CD-P-TO)” des Europarats, an der Delegierte aus 28 europäischen Ländern teilnahmen, lancierte Swisstransplant zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und den Verantwortlichen des CD-P-TO den „Walk against organ trafficking“.

Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Phillippe Morel (Vize-Präsident Swisstransplant) und PD Dr. med. Franz Immer (Geschäftsführer Swisstransplant) absolvierten die Spezialisten der Organ-, Gewebe- und Zellspende die letzten Kilometer zu Fuss nach Santiago de Compostela. Mit ihrem Marsch wollten sie im Vorfeld der zu unterzeichnenden Ratifikation der „Convention to combat trafficking in human organs“ ein Zeichen setzen.   

Unter grossem medialen Interesse haben rund 60 Delegierte des CD-P-TO am „Walk against organ trafficking“ teilgenommen, der mit einer Messe in der Kathedrale von Santiago de Compostela seinen Höhepunkt fand. In einem Bittgebet, verlesen durch Phillippe Morel und Franz Immer, wurde darauf hingewiesen, wie wichtig Offenheit, Transparenz und Legalität der Organspende sind. Es gilt, die Würde des Menschen immer und jederzeit zu achten und die Organspende als freiwilliges und unentgeltliches Geschenk für Menschen auf der Warteliste entgegennehmen zu dürfen.

Am 25. März 2015 unterzeichneten 14 Staaten feierlichdie „Convention to combat trafficking in human organs“ in Santiago de Compostela. Damit verpflichten sich die unterzeichnenden Staaten, in Ihrer Gesetzgebung die illegale Entnahme von Organen als einen kriminellen Akt zu bezeichnen. Folgende Punkte sollen integriert werden:

  • Organentnahmen ohne vorangegangene Information des verstorbenen Spenders und seiner freien Zustimmung oder derjenigen seiner nächsten Angehörigen ist strafbar.
  • Organentnahmen von Lebendspendern ohne sie vorgängig zu informieren und ohne ihre freie Zustimmung ist strafbar.
  • Jegliche Bereicherung einer Drittpartei im Rahmen einer Organentnahme oder der Handel mit Organen eines verstorbenen oder lebenden Spenders ist strafbar.

Die Stiftung Swisstransplant unterstützt diese Konvention. Nur ein offenes, transparentes und auf Respekt und Würde basierendes Organspendewesen kann die Grundlage sein, um den Menschen auf der Warteliste die Hoffnung auf ein lebensrettendes Organ zu geben. Die Organspende ist unentgeltlich und ein Geschenk, welches dem Empfänger eine neue Lebensqualität zurückgibt. Nur die freiwillige Entscheidung und die Bereitschaft eines Menschen, seine Organe nach seinem Tod oder zu Lebzeiten zu spenden, kann Hoffnung schenken. Swisstransplant dankt an dieser Stelle all den involvierten Partnern für die Wahrung dieser Werte und all denjenigen Menschen, welche sich entschieden und ihre Entscheidung kommuniziert haben. Sie geben den rund 1400 Menschen auf der Warteliste Hoffnung!

Weitere Informationen/Download: