Rückblick: Social Media im November
Der November ganz im Zeichen unseres Symposiums.
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Rückblick / Rétrospective
Am Symposium Swisstransplant vom 4. November gab es viele Highlights, auf die wir gerne zurückblicken. Neben der politischen Debatte, vielfältigen Referaten, Diskussionen und unterschiedlichen Perspektiven bleibt uns die Award-Übergabe an die drei Heros von Montreux in besonderer Erinnerung: Was Anne-Céline Jost, Julien Cattin und Mélanie Nicollier mit ihrem Engagement ins Rollen gebracht haben, hat uns alle tief beeindruckt! Ebenfalls gratuliert Swisstransplant Eva Maschek herzlich zum Gewinn des Transplant Story Awards mit ihrer Reportage «Ich schenke dir meine Niere», erschienen in der Sonntagszeitung.
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Spendefamilien / Familles de donneurs d’organes
Fachpersonen Organ- und Gewebespende begleiten Familien von verstorbenen Organspenderinnen und Organspendern während der Organspende und neu auch im Trauerprozess danach. Sibylle Glauser, Klinische Psychologin und Notfallpsychologin: «Die Angehörigen wissen nicht mehr, wo oben und unten ist, wenn sie einen nahen Menschen verlieren. Umso wichtiger ist, dass man auf sie eingeht und ihnen Sicherheit und Klarheit gibt.» Hören und sehen Sie die unterschiedlichen Herangehensweisen ans Thema.
Les spécialistes du don d’organes et de tissus accompagnent les familles de donneurs d’organes décédés pendant le don d’organes et, depuis peu, également dans le processus de deuil qui suit. Sibylle Glauser, psychologue clinicienne et psychologue d’urgence : „Les proches ne savent plus où se trouvent le haut et le bas lorsqu’ils perdent un être proche. Il est donc d’autant plus important d’être à leur écoute et de leur apporter sécurité et clarté“. Écoutez et regardez les différentes approches du sujet. -
Kohortenstudie / Étude de cohorte de transplantation
Die Swiss Transplant Cohort Study STCS ist eine multizentrische Kohortenstudie in allen 6 Transplantationszentren der Schweiz. Sie erfasst Langzeitdaten aller transplantierten Patientinnen und Patienten, beginnend vor und lebenslänglich nach der Transplantation. Das umfangreiche Datenset der STCS umfasst biomedizinische, infektiologische, genetische, psychosoziale und verhaltensbezogene Variablen. Die Datenbank ermöglicht die Durchführung von Studien zur Untersuchung der Qualität, Wirksamkeit und Effizienz von Organtransplantationen. Ein besseres Verständnis zum Überleben der Patientinnen, Patienten und Organen unterstützt die informierte Entscheidungsfindung von Patientinnen und Patienten, Gesundheitsfachpersonen und politischen Entscheidungstragenden.
L’étude suisse de cohorte de transplantation (STCS) est une étude multicentrique de cohorte effectuée dans les 6 centres de transplantation de Suisse. Elle comprend des données de longue date de l’ensemble des patientes et patients transplantés, commençant avant la transplantation continuant toute leur vie après la transplantation. Le vaste ensemble de données de la STCS comprend des variables biomédicales, bactériologiques, génétiques, psychosociales et comportementales. La banque de données permet de réaliser des études pour examiner la qualité, l’efficacité et l’efficience des transplantations d’organes. Une meilleure compréhension de la survie des patientes, des patients et des organes favorise la prise de décision éclairée des patientes et patients, des spécialistes de la santé et des responsables politiques. -
Ethik und Religion
Die Organspende eröffnet Möglichkeiten, Menschenleben zu retten oder die Situation von Menschen auf der Warteliste zu verbessern. Transplantationen werfen aber auch ethische und religiöse Fragen auf. Die Podiumsdiskussion behandelt unterschiedliche Perspektiven der Weltreligionen auf die Organspende und Erfahrungen aus der Seelsorge. Mit dabei waren Denise Alvarez Braunschweig, Mitglied jüdische Gemeinde Bern, Fachausschuss Spitalseelsorge IKK; Prof. Frank Mathwig, Beauftragter für Theologie und Ethik, evangelisch-reformierte Kirche Schweiz; Zeadin Mustafi, muslimischer Seelsorger und Imam sowie Bernd Siemes, dipl. theol., Leiter katholische Spitalseelsorge, Diakon, Universitätsspital Zürich.
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Lösung: Leberperfusion
Maschinelle Organperfusion verbessert Organqualität: Der Begriff Perfusion bezeichnet in der Medizin den Durchfluss von Flüssigkeiten durch Organe, Gewebe beziehungsweise Blutgefässe. Beider Ex-vivo-Maschinenperfusion wird das entnommene Organ an ein Gerät angeschlossen, das
entweder mit gekühlten und mit oder ohne Sauerstoff angereicherten Flüssigkeiten das Organperfundiert oder mit Blut die Durchblutung im menschlichen Körper imitiert. Das Gerät kontrolliert dabei exakt den Fluss und den Druck der Perfusion sowie die Temperatur. So eröffnen sich Menschen, die auf ein Organ warten, neue Möglichkeiten. -
Solution: perfusion ex vivo du cœur
La perfusion ex vivo dans le cas du cœur est réalisée à l’aide d’un système OCS qui fournit en permanence du sang chaud et oxygéné au cœur donné pendant le transport. Le TransMedics® Organ Care System (OCS) imite les conditions à l’état vivant au lieu d’un stockage réfrigéré, le cœur étant conservé à une température ambiante de 34° C et continuant de battre. Cette technologie permet de conserver les cœurs des donneurs pendant leur transport hors du corps sur de grandes distances et permet une évaluation qualitative de l’organe donné.
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Lösungen: Swisstransplant
Organknappheit, Fachkräftemangel, Ressourcenpriorisierung: Die Digitalisierung hilft den involvierten Fachpersonen, den Datenaustausch im Organspendeprozess durch einen effizienteren Informationsfluss in Echtzeit zu optimieren. Damit können die Sicherheit verbessert und die Chancen auf eine erfolgreiche Transplantation erhöht werden. Mehr Informationen: Digitalisierung -Swisstransplant
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Podiumsdiskussion / Table ronde
Der Systemwechsel zur erweiterten Widerspruchslösung bei der Organspende: Wann kommt sie? Wo liegen die Probleme? Wer bietet Lösungen? Am gesundheitspolitisches Podium vom Swisstransplant-Symposium 2023 haben Anne Lévy, Lukas Engelberger, Felix Schneuwly und Reto Schüpbach Probleme angesprochen, diskutiert und entsprechende Lösungen skizziert.