Organspende kurz erklärt

Ob Sie für oder gegen eine Organspende sind, liegt ganz bei Ihnen. Was zählt ist, dass Sie sich entscheiden. Sorgen Sie mit dieser Entscheidung für Sicherheit und Klarheit und entlasten Sie damit im Ernstfall Ihre Angehörigen. 

In der Schweiz können bis zu sechs Organe gespendet werden: Herz, Lunge, Leber, Niere, Pankreas (Bauchspeicheldrüse) und Dünndarm. Das Pankreas kann als ganzes Organ oder als Zellansammlung isolierter Inselzellen (diese Zellen produzieren z. B. Insulin) transplantiert werden. Zu den transplantierbaren Geweben und Zellen gehören Augenhornhaut, Haut, Herzklappen und grosse Blutgefässe, Knochen, Knorpel sowie Sehnen und Bänder. 
Eine Organ- oder Gewebespende ist nur möglich, wenn dazu eine Einwilligung vorliegt und der Hirntod der spendenden Person zweifelsfrei festgestellt wurde. 
Nach der Entnahme von Organen bleibt lediglich eine Operationsnarbe zurück, sodass sich die Angehörigen von der verstorbenen Person würdevoll und in Ruhe verabschieden können. 

Die Zuteilung eines gespendeten Organs an eine empfangende Person erfolgt strikt nach der Organzuteilungsverordnung, die an das Transplantationsgesetz angelegt ist. 
Die Warteliste wird im Wesentlichen nach folgenden Kriterien geführt: 

  • medizinische Dringlichkeit 

  • medizinischer Nutzen 

  • spezifische Prioritätenmerkmale (Kinder, seltene Blutgruppe ...) 

  • Wartezeit 

2021 gab es in der Schweiz 166 verstorbene spendende Personen und 587 Transplantationen.