Fragen und Antworten rund um die Transplantation

  • Was ist eine Organtransplantation?

    Die Transplantation ist eine Operation, bei der ein krankes Organ durch ein gesundes ersetzt wird. Das gesunde Organ wird einer verstorbenen Person entnommen. Gewisse Organe und Gewebe können auch von lebenden Personen gespendet werden. Für eine Organtransplantation kommen Patientinnen und Patienten in Frage, bei denen keine andere medizinische Therapiemöglichkeit mehr besteht. Die Person, die das Organ erhält, wird als Empfängerin respektive Empfänger, die gebende Person als Spenderin respektive Spender bezeichnet.

  • Welche Patienten sind auf eine Transplantation angewiesen?

    Auf die Warteliste aufgenommen werden Patientinnen und Patienten mit schwerwiegenden Einschränkungen einer Organfunktion, bei denen alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind.

  • Wie werden die Organe entnommen? Was passiert mit dem Körper nach einer Transplantation?

    Die Organentnahme wird im Operationssaal von Chirurginnen und Chirurgen wie eine ganz normale Operation durchgeführt. Der Organspenderin oder dem Organspender wird bei der Organentnahme zur Regulation des Blutdrucks und der Ausschaltung der spinalen Reflexe eine Narkose verabreicht.

    Nach der Entnahme der Organe ist lediglich eine Operationsnarbe zu sehen; das Aussehen der verstorbenen Person ist nicht verändert. Der Körper wird nach der Entnahme den Angehörigen übergeben, damit sie sich von der verstorbenen Person in Ruhe verabschieden und diese nach ihren Wünschen bestatten können.

  • Wie werden Organe zugeteilt?

    Spendeorgane werden in Übereinstimmung mit dem Transplantationsgesetz und den geltenden Organzuteilungsverordnungen an die Empfängerinnen und Empfänger zugeteilt, die in der Warteliste eingetragen sind. Massgebliche Kriterien bei der Zuteilung sind die medizinische Dringlichkeit, der medizinische Nutzen und die Wartezeit. Es gelten zudem für jedes Organ zusätzliche individuelle Kriterien.

  • Wie viel kostet eine Transplantation?

    Herz-, Lungen- und Dünndarmtransplantationen kosten zwischen rund 150'000 und 250'000 Franken; Lebertransplantationen zwischen 110'000 und 180'000 Franken und Nieren-, Pankreas- sowie Inseltransplantationen zwischen 60'000 und 100'000 Franken. Leistungen wie Rehabilitation, Nachuntersuchungen oder Medikamente, die nicht während des Spitalaufenthalts anfallen, sind in diesen Kosten nicht enthalten.

    Ein Teil der Transplantationskosten wird mit den Fallpauschalen von SwissDRG vergütet. Die Abgeltung der übrigen Leistungen werden in einem Vertrag zwischen dem Schweizerischen Verband für Gemeinschaftsaufgaben der Krankenversicherer (SVK) und H+ die Spitäler der Schweiz geregelt.
    Die nach SwissDRG berechneten Kosten pro Transplantation variieren erheblich, denn in die komplexe Berechnung fliessen mehrere Faktoren ein: eine Pauschale, die die Schwere eines Falls und die Umstände bei der Transplantation berücksichtigt, ein Basispreis (Baserate), der für jedes Spital unterschiedlich hoch ist und das sogenannte Kostengewicht, das den durchschnittlichen Behandlungsaufwand einer Fallgruppe beschreibt.